
Die Regierung hat sich verpflichtet, das Angebot von Exportgütern breit zu fächern und ihre Qualität durch die jährliche Auswahl von Produkten erster Güte stetig zu verbessern. Das Projekt, das 2001 mit 120 Artikeln und 140 Unternehmen begann, wurde 2018 auf 784 Artikel und 876 Unternehmen ausgeweitet. Der Exportanteil hat in der koreanischen Wirtschaft eine entscheidende Rolle gespielt und betrug in den letzten vier Jahren rund 40%. Insbesondere der Anteil kleiner und mittelständischer Unternehmen stieg von 37% 2001 auf 76% im Jahr 2018. Das Projekt trägt dazu bei, das Markenimage mittelständischer Unternehmen zu stärken und ihnen bei ihrem Eintritt in den globalen Markt zu helfen.
Die Informationstechnologie ist der stärkste Zweig der koreanischen Wirtschaft. Dieser Bereich erfordert Menschen mit Kompetenzen in den Bereichen Innovationsmanagement und administrative Reformen und erfordert zudem Fähigkeiten für dasArbeiten mit Computersoftware, für den Umgang mit dem Internet, mit Multimedia- und Kommunikationsgeräten.
Die etablierte Kommunikationsinfrastruktur des Landes wurde durch ein landesweites 4G-Netzwerk weiter verbessert. Seit April 2019 sind Mobilfunknetze der fünften Generation (5G) zum ersten Mal im Betrieb. Südkoreas IKT-Exporte beliefen sich im Jahr 2017 auf 197,6 Mrd. USD.
In der Mobiltelefon-, Halbleiter, Computer und Peripheriegeräte- Branche ist Korea weltweit wettbewerbsfähig und strebt danach, seine internationale führende Stellung auf diesen Gebieten auch in einem sich schnell verändernden Umfeld im Bereich der Informationstechnologie zu erhalten.
Südkorea ist auch eines der größten Autoherstellerländer der Welt. Im Jahr 2017 belegte das Land mit 41,15 Millionen Fahrzeugen den sechsten Platz in Bezug auf die Anzahl der produzierten Autos weltweit.
Bisher gibt es nur fünf Länder, die über eine entsprechende Technologie für die Errichtung von Atomkraftwerken verfügen: die USA, Japan, Russland, Frankreich und nun auch Südkorea. Durch die Lieferung einer in Korea entwickelte Anlage an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), ist es weltweit das sechste Land, das Technologie zum Bau von Atomkraftwerken exportiert. Der erste ausschließlich mit koreanischer Technologie hergestellte Kernreaktor – von der Planung über den Bau bis zur Inbetriebnahme – wurde im Dezember 2016 in Jordanien in Betrieb genommen. Damit war das Land das achte Land der Welt, das einen Kernreaktor exportierte. Auch auf dem Gebiet der Eisen- und Stahlproduktion sowie in der Chemiebranche steigert Südkorea seine internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Video-Spiele und Kulturgüter
Südkorea ist führend beim Export von K-Pop, Fernsehserien, Video-Spielen, aber auch von Autos und elektronischen Produkten.
Inzwischen hat sich Korea auch zu einem Exporteur auf einem ganz anderen Gebiet entwickelt, nämlich auf dem der Kulturprodukte. wozu das Verlagswesen, Musik, Videospiele, Charakters, sowie Fernseh und Filmproduktionen zählen. Der Export stieg von 2,3 Mrd. USD im Jahr 2008 auf 7,5 Mrd. USD 2018.2017 erwirtschaftete die Spielebranche des Landes einen Inlandsumsatz von rund 13 Billionen KRW und exportierte Waren im Gesamtwert von 5,9 Mrd. USD. Koreas PC- und Handyspiele gewinnen nicht nur in Asien, einschließlich China und Japan, sondern auch in Nordamerika an Beliebtheit.
Die Regierung legte einen Plan vor, um ein führendes Land in der vierten industriellen Revolution zu werden, indem sie innovative Start-ups unterstützt und proaktiv auf den technologischen Wandel reagiert.
Im Rahmen dieser Bemühungen wird sich ein Sonderausschuss mit der Schaffung eines Ökosystems für die Vierte Industrielle Revolution befassen, in dem neue IKT-Technologien und -Dienste entwickelt werden. Das Komitee wird auch als strategische Plattform dienen, die durch Regulierungsreformen, Grundlagenforschung, Personalentwicklung und strategische Investitionen in potenziellen Industrien die Zukunft des Landes vorbereitet. Südkorea führte den Bloomberg-Innovationsindex 2019 an und sicherte sich sechs Jahre in Folge den ersten Platz. Der Bloomberg Innovation Index bewertet Länder anhand von sieben Kriterien.